Wertschutzschränke
Wertschutzschränke und Wertschutztresore schützen Ihre Wertsachen zuverlässig vor unbefugtem Zugriff sowie vor leichten bis schweren Brandeinwirkungen. Neben einem stabilen Aufbruchschutz bieten viele Modelle zusätzlich geprüfte und zertifizierte Feuersicherheit – inklusive Schutz vor Brandgasen und Löschwasser.
HERSTELLER
Wertschutzschränke nach Hersteller
WERTSCHUTZSCHRÄNKE
Zertifizierter Schutz für hohe Werte und hohe Versicherungssummen
Wertschutzschränke – häufig auch Wertschutztresore genannt – sind für die sichere Aufbewahrung von Bargeld, Schmuck, Edelmetallen, Wertpapieren und anderen hochwertigen Gegenständen konzipiert. Entscheidend ist dabei nicht allein eine massive Bauweise, sondern vor allem der geprüfte und zertifizierte Widerstand gegen Einbruchdiebstahl nach EN 1143-1.
Je höher der Widerstandsgrad, desto höher ist grundsätzlich auch das Sicherheitsniveau, das der Tresor bei den vorgesehenen Prüfungen nachweisen muss. Gleichzeitig dient der Widerstandsgrad Versicherern als wichtige Grundlage zur Bewertung des Risikos und der möglichen Versicherungssumme.
Das macht Wertschutzschränke besonders für gewerbliche Anwender interessant, bei denen hohe Werte auf vergleichsweise engem Raum lagern – beispielsweise Juweliere, Goldschmiede, Pfandhäuser oder andere Betriebe mit hochwertigen Warenbeständen.
EN 1143-1
Geprüfter und definierter Widerstand gegen Einbruchdiebstahl.
Ab Grad 0 / N
Hier beginnt die Einordnung als zertifizierter Wertschutzschrank.
Versicherung
Höhere Widerstandsgrade ermöglichen grundsätzlich höhere versicherbare Werte.
WIDERSTANDSGRADE
Ab welcher Widerstandsklasse spricht man von einem Wertschutzschrank?
Nicht jeder Tresor oder Sicherheitsschrank ist automatisch ein zertifizierter Wertschutzschrank. Entscheidend ist die geprüfte Klassifizierung: Im Bereich der Wertbehältnisse beginnt der Wertschutz nach EN 1143-1 mit dem Widerstandsgrad 0 beziehungsweise N.
DARUNTER
S1 | S2
Sicherheitsschränke mit definierten Sicherheitseigenschaften, deren Einbruchschutz jedoch unterhalb eines Wertschutzschranks nach EN 1143-1 liegt.
WERTSCHUTZSCHRÄNKE
0 / N | I | II | III | IV | V
Mit zunehmendem Widerstandsgrad steigt der in der Prüfung nachgewiesene Widerstand gegen Einbruchangriffe. Höhere Klassen sind daher besonders relevant, wenn größere Bargeld-, Schmuck- oder Warenwerte versichert werden sollen.
Für die Auswahl entscheidend: Wer Bargeld, Schmuck oder hohe Warenwerte versichern möchte, sollte deshalb nicht nur auf Begriffe wie „Tresor“ oder „Sicherheitsschrank“ achten. Maßgeblich ist der zertifizierte Widerstandsgrad des konkreten Modells und dessen Abstimmung mit dem Versicherer.
VERSICHERUNG
Wie viel darf in einem Wertschutzschrank versichert werden?
Eine pauschal garantierte Versicherungssumme gibt es nicht. Die tatsächliche Deckung wird immer zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer vereinbart. Für gewerbliche Risiken werden jedoch üblicherweise Orientierungswerte herangezogen, anhand derer sich der erforderliche Widerstandsgrad einschätzen lässt. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen einem Tresor ohne zusätzliche Überwachung und einem Wertschutzschrank, der in ein entsprechend anerkanntes Einbruchmeldesystem eingebunden ist. Eine solche Kombination kann je nach Versicherungskonzept deutlich höhere Deckungssummen ermöglichen.
| Widerstandsgrad | Gewerblich ohne anerkannte EMA* | Gewerblich mit anerkannter EMA* |
|---|---|---|
| Grad 0 / N | ca. 10.000 € | ca. 20.000 € |
| Grad I | ca. 20.000 € | ca. 40.000 € |
| Grad II | ca. 50.000 € | ca. 100.000 € |
| Grad III | ca. 100.000 € | ca. 200.000 € |
| Grad IV | ca. 150.000 € | ca. 300.000 € |
| Grad V | ca. 250.000 € | ca. 500.000 € |
| Grad V mit zusätzlichem Kernbohrschutz | ca. 375.000 € | ca. 750.000 € |
* Wichtig: Die genannten Summen sind unverbindliche Orientierungswerte und keine automatische Deckungszusage. Die tatsächlich versicherbare Summe hängt unter anderem vom Versicherungsvertrag, vom Objekt, einer vorhandenen Einbruchmeldeanlage, der Aufstellung und weiteren Sicherungsmaßnahmen ab. Die gewünschte Deckung sollte deshalb vor dem Tresorkauf mit dem Versicherer abgestimmt werden.
GEWERBLICHER EINSATZ
Besonders relevant für Juweliere und Betriebe mit hohen Warenwerten
In einem Juweliergeschäft können Schmuck, Uhren, Edelsteine oder Edelmetalle einen sehr hohen Gesamtwert erreichen, obwohl sie vergleichsweise wenig Platz benötigen. Gerade diese hohe Wertkonzentration macht den passenden Widerstandsgrad zu einem wichtigen Bestandteil des gesamten Sicherungskonzepts.
Liegt der zu versichernde Warenbestand beispielsweise im sechsstelligen Bereich, reichen niedrige Widerstandsgrade schnell nicht mehr aus. Mit steigendem Wert müssen daher auch der Widerstandsgrad des Tresors und gegebenenfalls zusätzliche Sicherungsmaßnahmen entsprechend angepasst werden.
Bei besonders hohen Warenwerten können höhere Widerstandsgrade und Ausführungen mit zusätzlichem Kernbohrschutz relevant werden. Gerade professionelle Einbruchangriffe werden bei der Auswahl eines solchen Wertschutzschranks stärker berücksich
Erst Versicherungssumme klären, dann Tresor auswählen
Gerade bei gewerblichen Risiken sollte der Widerstandsgrad nicht erst nach dem Kauf mit dem Versicherer besprochen werden.
Sinnvoller ist es, zunächst den maximalen Warenwert und die gewünschte Versicherungssumme festzulegen. Anschließend kann gezielt ein zertifizierter Wertschutzschrank gewählt werden, dessen Widerstandsgrad zum Versicherungskonzept passt.
ZERTIFIZIERUNG
Warum die EN-1143-1-Zertifizierung so wichtig ist
Ein schwerer oder massiv wirkender Tresor ist nicht automatisch ein zertifizierter Wertschutzschrank. Bei Modellen nach EN 1143-1 wird der Widerstand gegen Einbruchdiebstahl nach definierten Verfahren geprüft und anschließend einem entsprechenden Widerstandsgrad zugeordnet. Zertifizierungen werden beispielsweise durch anerkannte Stellen wie ECB-S oder VdS dokumentiert. Dadurch lässt sich die Sicherheitsleistung eines Wertschutzschranks nachvollziehbar einordnen und gegenüber dem Versicherer belegen.
01
Geprüfter Widerstand
Die Tresorkonstruktion muss definierte Anforderungen gegenüber Einbruchangriffen erfüllen.
02
Klare Klassifizierung
Das Prüfergebnis wird einem Widerstandsgrad von 0/N über I, II, III und weitere höhere Klassen zugeordnet.
03
Grundlage für Versicherer
Der zertifizierte Widerstandsgrad dient als wichtige Grundlage für die Bewertung der versicherten Werte.
AUFSTELLUNG & VERANKERUNG
Die Zertifizierung allein reicht nicht – auch die Montage zählt
Ein Wertschutzschrank schützt nur dann wie vorgesehen, wenn auch seine Aufstellung zum Sicherheitskonzept passt. Besonders leichtere freistehende Tresore könnten sonst als Ganzes abtransportiert und anschließend an einem anderen Ort angegriffen werden. Zusätzliche Sicherheit schafft deshalb eine fachgerechte Verankerung mit dem massiven Fußboden oder einer geeigneten Wand. Bei Wertschutzschränken mit einem Eigengewicht unter 1.000 kg wird eine entsprechende Befestigung häufig auch von Versicherern beziehungsweise nach den Montagevorgaben des jeweiligen Modells vorausgesetzt. Für die volle Schutzwirkung sollten deshalb nicht nur der Widerstandsgrad, sondern auch Aufstellungsort, Untergrund und fachgerechte Montage bereits vor dem Kauf berücksichtigt werden.
EINBRUCH- UND FEUERSCHUTZ
Einbruchschutz und Feuerschutz getrennt betrachten
Einbruchschutz
Sie finden bei uns Wertschutzschränke in unterschiedlichen Widerstandsgraden von 0/N bis hin zu hohen Sicherheitsklassen mit zusätzlichem Kernbohrschutz. Je höher die Klasse, desto größer ist der in der Prüfung nachgewiesene Widerstand gegen Einbruchdiebstahl.
Für hohe gewerbliche Werte ist deshalb nicht nur die Größe des Tresors entscheidend. Der passende Widerstandsgrad sollte sich immer am maximalen Wert orientieren, der im Schrank aufbewahrt und versichert werden soll.
Feuerschutz
Wertschutzschränke bieten aufgrund ihrer konstruktiven Beschaffenheit grundsätzlich einen gewissen Schutz gegenüber leichten Brandeinwirkungen. Eine Zertifizierung nach EN 1143-1 beschreibt jedoch ausschließlich den Einbruchschutz.
Definierten Feuerschutz bieten beispielsweise Modelle der Güteklassen LFS 30 P und LFS 60 P nach EN 15659 sowie S 60 P und S 120 P nach EN 1047-1.
VOR DEM KAUF PRÜFEN
Welcher Wertschutzschrank passt zu Ihnen?
Ausgangspunkt sollte immer der maximale Wert sein, der tatsächlich im Tresor aufbewahrt werden soll. Besonders im Gewerbe können Warenbestände deutlich schwanken. Deshalb ist es sinnvoll, nicht nur den aktuellen Bestand, sondern auch saisonale Spitzen und mögliche zukünftige Entwicklungen des Unternehmens einzuplanen.
✓ Wie hoch ist der maximale Waren- oder Bargeldwert?
✓ Private oder gewerbliche Nutzung?
✓ Welchen Widerstandsgrad verlangt der Versicherer?
✓ Ist ein geprüfter Feuerschutz gewünscht?
✓ Welche Versicherungssumme soll vereinbart werden?
✓ Ist eine anerkannte Einbruchmeldeanlage vorhanden?
✓ Wird zusätzlicher Kernbohrschutz benötigt?
✓ Kann der Tresor fachgerecht verankert werden?
Empfehlung für gewerbliche Kunden: Bei hohen Warenwerten – insbesondere bei Juwelieren und vergleichbaren Betrieben – sollte der gewünschte Widerstandsgrad bereits vor der Bestellung mit dem Sachversicherer abgestimmt werden. So lässt sich vermeiden, dass der Tresor zwar technisch hochwertig ist, aber nicht zur gewünschten Deckungssumme passt.
FAZIT
Erst Versicherungssumme und Widerstandsgrad klären – dann den Tresor wählen
Ein Wertschutzschrank unterscheidet sich von einfacheren Sicherheitsschränken vor allem durch seinen zertifizierten Einbruchschutz nach EN 1143-1. Die Klassifizierung beginnt bei Widerstandsgrad 0 beziehungsweise N und reicht über mehrere höhere Widerstandsgrade.
Gerade bei gewerblicher Nutzung und hohen Warenwerten sollte der Widerstandsgrad nicht allein nach dem aktuellen Inhalt gewählt werden. Entscheidend ist vielmehr, welche maximale Summe dauerhaft im Tresor aufbewahrt und über den Versicherer abgesichert werden soll.
Für Juweliere, Goldschmiede und andere Betriebe mit hoher Wertkonzentration sind deshalb Widerstandsgrad, Einbruchmeldeanlage, fachgerechte Verankerung und gegebenenfalls zusätzlicher Kernbohrschutz gemeinsam zu betrachten.
Wir beraten Sie gerne schriftlich oder rufen Sie uns an.
+49 351 4775250 info@sicher24.de
Hotline unter +49 3514775250
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