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Tresore - Arten & Sicherheitsstufen

Der Wertschutzschrank – für sensible Dokumente, private Wertsachen und mehr

Panzerschrank
Panzerschrank

Ein Wertschutzschrank ist sehr schwer gebaut, zumeist wird er im Boden verankert. In gewerblichen Bereichen wie auch in Privathaushalten ist er zur Aufbewahrung sehr wertvoller Wertgegenstände geeignet. Ein solcher Tresor ist sicher wegen seines Gewichtes, seinem Schließmechanismus, seiner Panzerung und dem Versicherungsschutz seiner Inhalte. Letzterer besteht nur dann, wenn er für den privaten Bereich 200 kg wiegt und für den gewerblichen 300 kg. Zumeist sind sie in einer Weise gepanzert, dass man nicht einmal bei einer Beschädigung der Außenseiten an die gelagerten Gegenstände gelangt. Ebenfalls ist der Schließmechanismus in einer besonderen Weise gesichert.

Wertschutzschränke können dann mit einem Versicherungsschutz belegt werden, wenn sie der Euro-Norm EN 1143-1 entsprechen. Dies wird jeweils anhand eines Zertifikates bestätigt. Es lassen sich Tresore privat bereits als ein Sicherheitsschrank nach EN 144450 einsetzen. Diese Wertschutzschränke garantieren eine sichere Lagerung von z. B. Warensortimenten von Juwelieren, privaten Wertsachen oder auch von sensiblen Dokumenten.

Die Sicherheitsstufen der Tresore – weltweit vereinbart und zertifiziert

In europäischen Ländern sowie auch international werden Tresore in unterschiedliche Sicherheitsstufen eingeteilt. Die Kategorien VdS-2450 sowie ECB-S C 01 geben einem Eigentümer einen garantierten Einbruchsschutz – eine gleichbleibende Qualität in der Herstellung wird kontrolliert. Die Zertifikate des Vds (Verband der Schadensversicherer) sowie des ECB-S (European Committee for Banking Standards) befindet sich jeweils an den Innenseiten der Tresortüren. Dass diese Tresore einbruchssicher sind, gewährleistet man durch verschiedene Einbruchstests während der Herstellung.

Alle Tresore sind sowohl gewerblich als auch für den Privathaushalt zu nutzen – der Unterschied der Tresore, ihres Widerstandsgrades und ihres Versicherungsschutzes liegt in ihrer Normzuordnung. Diese lässt sich bei jedem Tresorhersteller und bei den Verbraucherzentralen erfragen.

Einbautresore – die dezente Variante für den Privathaushalt

Mini-Wandtresor
Mini-Wandtresor

Einbautresore (für gewöhnlich Tresore der Sicherheitsstufe B) werden in Möbel oder Wände (Letzteres bei Neubauten) eingebaut. Sie werden z. B. hinter Holzvertäfelungen oder in Kleiderschränken angebracht. Die Vorderplatte weist bei einer effektiven Diebstahlsicherung einen Durchmesser von mindestens einem Zentimeter auf und der Tresor ist mit einem Drei-Seiten-Verriegelungssystem in den Schließmechanismen ausgestattet.

Diese Tresore für zu Hause werden mit mechanischen Code-Schlössern, elektronischen Schlössern oder Schlüsselriegelschlössern hergestellt. Feuerschutz jedoch bieten nur Kombinationsschränke, deren Innenraum sich auch bei einer Umgebungstemperatur von bis zu 1000°C bis zu zwei Stunden lang nicht erhitzt.

Einbautresore sind direkt mit dem jeweiligen Putz und Mauerwerk verankert und somit kein leichtes Einbruchziel. Diese Tresore sind sowohl zum Einmauern als auch zum Einbauen geeignet.

Die Notöffnung von Tresoren ist durch Spezialisten möglich

Jeder Tresor kann notgeöffnet werden. Hierfür stehen Dienstleister zur Verfügung, die beschädigungslos Spezialwerkzeug anwenden können. Nur mit beruflicher Routine, an den richtigen Stellen und einer hohen Sorgfalt werden die Türen geöffnet – bei Bohrungen können diese nach dem Vorgang wieder verschlossen werden.

Es liegt in allen Fällen eine herstellernahe Sach- und Fachkenntnis vor, so dass verschiedenste Schließmechanismen in Angriff genommen werden können. Auch antike Tresore, die nicht mehr hergestellt werden, können bei Schlüsselverlusten, technischen Defekten, Umrüstungen, Reparaturen, Todesfällen und anderen kritischen Notfällen geöffnet werden.

Tresore mit Zahlenschloss – mechanisch oder elektrisch

Tresor mit Zahlenschloss

Bei einem mechanischen Zahlenschloss können die Codezahlen nach Eingabe des aktuellen Codes jederzeit umgestellt werden.
Verschiedene Systeme sind auch zu kombinieren, so dass zwei Personen gemeinsam agieren müssen, um einen Tresor zu öffnen.

Ein Dreischeibenschloss hat eine Million verschiedener Einstellmöglichkeiten. Die erste Zahl muss viermal gegen die Scharnierseite gedreht werden. Beim vierten Mal muss man diese Zahl genau unter die Einstellmarkierung positionieren. Die zweite Zahl muss man dreimal zur Bandseite drehen; das dritte Mal ist die Zahl genau unter der Markierung zu positionieren. Die vierte Zahl muss man zweimal entgegen der Bandseite drehen und beim zweiten Mal ist diese genau unter der Markierung zu positionieren.

Schlösser mit einem Elektronikschloss können auf jeden Code (bis zu 8 Ziffern) und mit einer Zeitverzögerung programmiert werden. Software-Varianten bieten hier eine breite Palette an Anwendungsmöglichkeiten. Auch hier lässt sich ein Vier-Augen-Prinzip realisieren.

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