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Schrankenanlagen

Eine einzelne Schrankenanlage besteht aus einem Schlagbaum und dessen Antriebsmotor. Diese Anlagen dienen der wirksamen Kontrolle von Fahrzeugen vor dem Befahren bzw. Verlassen eines Bereichs. Damit leiten Schrankenanlagen Fahrzeugströme zu bestimmten Geländeteilen und Gebäudebereichen.

Schrankenanlagen: Von einem Auto am Tag bis zu Zehntausenden

Typischerweise finden sich Schrankenanlagen an Zufahrten von Parkplätzen und Parkhäusern. Dabei reicht das Spektrum von einer einzelnen handgesteuerten Schranke bis zum umfangreichen Parksystem, welches das komplexe Management eines großen Parkraums über zahlreiche koordinierte Schrankenanlagen leistet.

Moderne Schrankenanlagen bieten sich zusätzlich für logische Kontrollen an. So lässt sich etwa die Durchfahrt von Personen im Besitz von Zugangsmöglichkeiten nachhalten. Solche Anlagen erlauben ihre Verschaltung zu einem großen Parksystem, an das sich andere Komponenten anschließen lassen. So erweitern beispielsweise Kassenautomaten oder manuelle Steuerungspunkte das wachsende Parkraummanagement.

Eine derart anspruchsvolle Bewirtschaftung eines extensiven Parkraums gelingt heute besonders leicht über Handy und Tablet. So definiert der Wärter lediglich die strategischen Ziele zur Nutzung der Fläche, während eine nachgeschaltete Software die operative Umsetzung garantiert.

Die hohe Zufriedenheit der Kunden mit ihrer zügigen Führung zu einem freien Parkplatz steigert die messbare Attraktivität der gemanagten Parkfläche. Letztlich amortisiert sich eine zukunftsfähige Schrankenanlage so recht schnell.

Eingeschränkter Betrieb: Wartung und Notfall

Wegen ihrer essenziellen Bedeutung für reibungslose Abläufe in Unternehmen erfordern Schrankenanlagen kurze Wartungsintervalle und einen schnellen Notfallservice. Kollabiert etwa das Managementsystem, lassen sich einzelne Schrankenmotoren handgesteuert betreiben. Bei Stromausfall ermöglichen einige Anlagen sogar ihren Handbetrieb.

Im absoluten Ausnahmefall erlauben Schranken ohne manuelle Hebevorrichtung, ihre Schlagbäume besonders rasch zu entfernen. So lässt sich zum Beispiel bei Ausfall des Schrankenantriebs ein Parkraum schnell evakuieren.

Munter hoch und runter: beschränkter Verschleiß

Hochwertige Materialien intensiv genutzter Schrankenanlagen tragen wesentlich zu deren wartungsarmem Betrieb bei. Die mechanische Belastung automatischer Schranken hängt dabei auch von der gesperrten Breite einer Zufahrt ab. So erfordert etwa das gleichzeitige Ein- und Ausfahren zweier Lkws gelegentlich eine Sperrbreite von zehn Metern. Nur belastbare Materialien ertragen dann langfristig die hohen Kräfte an Schranke und Antrieb.

Gerade schnelle Schrankenbewegungen führen bei großer Sperrbreite zu vorzeitigem Verschleiß minderwertiger Stoffe. Eine hohe Schrankenmasse verstärkt diese Problematik bei Anlagen, die im Extremfall ein durchbrechendes Fahrzeug aufhalten.

Diese hohe physische Schutzfunktion erfüllen Schrankenanlagen von Parkhäusern gewöhnlich nicht. Dennoch spielt Verschleiß durch bis zu 10.000 Bewegungszyklen am Tag auch hier eine wesentliche Rolle. Dies gilt auch für das Gelenk, um das sich Schrankenbäume unter niedrigen Decken mittig drehen.