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Einbruchschutz für Haus und Wohnung - was Experten raten

In den letzten 5 Jahren ist laut Statistik die Rate der Einbrüche in die Wohnungen um fast 1/3 gestiegen. Es wird also alle 4 Minuten eingebrochen, eine Tatsache, die eine zusätzliche Absicherung der Wohnung oder des Eigenheimes quasi unausweichlich macht.

Türkette

Eine zusätzliche Absicherungsmaßnahme, egal in welcher Form, ist immer sinnvoll. Es können Zusatzriegel oder Zusatzschlösser angebracht werden, eine Türkette, Türzusatzschlösser mit Bolzen bzw. Panzerriegel, oder schlicht und ergreifend ein Türspion, der als einfache und effektive Zusatzabsicherung mehr Sicherheit in den eigenen vier Wänden verspricht. Denn es wurde bewiesen, je länger der Einbruchversuch dauert, umso eher wird sich der Einbrecher für eine andere Immobilie entscheiden.

Auch im Falle eines Auszuges gibt es für Mieter einige Sachen, die beachtet werden sollen. In Deutschland ist es so geregelt, dass die Wohnung beim Auszug so übergeben werden muss, wie man sie bezogen hat. Um diesen Zustand so wenig wie möglich zu verändern und trotzdem für mehr Sicherheit zu sorgen, empfehlen sich solche einfache Maßnahmen wie das Anbringen einer Türkette an der benachbarten Wand. Denn mit einer Türgriffkette ist auch ohne Bohren eine Zusatzabsicherung gewährleistet.

Heim mit Alarmanlage ausrüsten

Sein Heim mit einer Alarmanlage sicher zu machen, liegt voll im Trend und empfiehlt sich für kleinere Wohnungen, genauso wie für größere Häuser. Es gibt Funk- oder drahtgebundene Alarmanlagen. Generell besteht eine Alarmanlage aus Zentrale, Wählgerät, mehreren Meldern wie Bewegungs-, Gas-, Glasbruchmelder und Lichtschranken, die verbaut werden. Diese Melder lösen aus und melden dann an die Zentrale ein Alarm oder eine Aktion. Die Alarmanlage reagiert nach hinterlegtem Alarmplan und lässt sich ab 1000 Euro relativ unkompliziert in die Wohnung oder alternativ in ein Haus anbringen.

Eingebaut wird die Zentrale einer Alarmanlage, die übrigens die Größe eines A4-Blattes hat, in der Regel im Flur oder, aus ästhetischen Gründen, im nicht sichtbaren Bereich, aber auch im Hauswirtschaftsraum etc. Sie verfügt über eine direkte Verbindung zu Wachdienstleistern, die 24 Stunden Dienst haben und innerhalb von 15 Minuten vor Ort sind.

Der problematische Aspekt bei einer Alarmanlage ist das Auslösen eines Fehlalarms, der beispielweise durch Tierbewegungen entstehen kann oder durch das falsche Anbringen der Objekte.

Fenster und Türen absichern beim Neubau

Beim Bauen ist der Einbau entsprechender Fenster und Türen von Anfang an das A und O, was sich entscheidend auf die Kosten auswirken kann - denn im Nachhinein eingebaute Sicherheit ist nachweislich immer teurer. Dabei geht es beim Neubau beispielweise bei den Türen um integrierte Mehrfachverriegelung oder einen integrierten Türspion. Ein Glaseinsatz bei der Haustür stellt hingegen einen Risikofaktor dar, der am besten bereits in der Initialphase des Bauens berücksichtigt werden sollte.

Zum Schutz der Fenster lässt man bei längerer Abwesenheit am besten die Außenjalousien runter. Bei den Rollladen ist empfehlenswert, gewisse Rollladen-Aufhebel-Schutzstifte anzubringen, die dann in den Rollladen von innen reingesteckt werden und somit verschließbar sind.

Im Allgemeinen gilt es, Türen und Fenster müssen den neuen RC (Resistance Class)-Normen entsprechen, die 2011 die alten WK (Widerstandsklasse)-Normen abgelöst haben. Diese geben Auskunft darüber, wie gut sie Einbruchversuchen standhalten können. Ansonsten empfehlen Sicherheitsexperten Pilzkopfzapfen an den Fenstern anzubringen als effektive einbruchshemmende Maßnahme anstatt klassische Rundzapfen für die Fenster zu nehmen.

Wohnungen und Häuser effektiv und kostengünstig nachrüsten

Kastenriegelschloss
Kastenriegelschloss

Um in bestehenden Wohnungen effektiv und ohne großen finanziellen Aufwand nachzurüsten, können Wohnungseigentümer bzw. Mieter in Absprache mit dem Vermieter eine Mehrfachverriegelung an der Tür oder einen beträchtlichen Türzylinder mit hochwertigem Schutz anbringen.

Die Tür mit einem Schutzbeschlag zu versehen ist auch ohne die Zustimmung des Vermieters möglich, denn es werden die gleichen Bohrungen genommen von dem Beschlag, der vorher dran war. Dasselbe gilt für den Schutzzylinder, denn das Loch an der Tür ist dasselbe. Als Mieter soll man lediglich daran denken, das alte Objekt aufzubewahren, damit dieses im Falle eines Auszuges des Mieters erneut an der Tür angebracht werden kann.

Auch das Phänomen der „Schwarzen Schlüssel“ kann ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor darstellen. Dabei geht es um solche Schlüssel, die z. B. beim Vorbesitzer verlorengegangen sind und von deren Bestehen der aktuelle Hausherr nichts weiß.
Mithilfe solcher „Schwarzen Schlüssel“ gelangt der Einbrecher unbemerkt, ohne sichtbare Aufbruchspuren, in die betreffende Immobilie. Um dies zu verhindern, empfiehlt es sich im Falle eines Schlüssels-Verlustes, den Schließzylinder auszutauschen. Dieser sollte vorzugsweise durch ein Produkt mit Sicherungskarte ersetzt werden, die sicherstellt, dass nur der tatsächliche Eigentümer der Karte einen Nachschlüssel anfertigen lassen kann. Die Zahl der bereits angefertigten Schlüssel für den betreffenden Zylinder wird stets dokumentiert.

Allgemeine Vorkehrungsmaßnahmen in punkto Sicherheit

Statistisch gesehen, steigt die Einbruchhäufigkeit im Spätherbst und Winter, denn in Schutz der Dunkelheit fühlen sich potentielle Einbrecher bestens aufgehoben.

Wer sein Zuhause fachmännisch gegen Diebstahl und Einbruch absichern möchte, kann von kostenlosen Sicherheitschecks mancher Sicherheitsfirmen profitieren. Dabei wird die gesamte Situation des Kunden eingeschätzt, man schaut auf die allgemeine Lage des Stadtviertels wie die Demographie im betreffenden Stadtteil, wie sind Fenster und Türen gegen Einbruch gesichert, welche Gewohnheiten bestehen im Falle einer Familie etc.

Der Keller stellt eine beliebte Einbruchmöglichkeit dar, so konnte das Anbringen passender Sicherheitsmaßnahmen im Kellerbereich von entscheidender Bedeutung sein, um einen Einbruch zu verhindern.

Ebenso besteht die Möglichkeit, Einbrecher durch Beleuchtungen im Garten oder mithilfe von Bewegungsmeldern abzuschrecken. Bei den Letzteren bestehen verschiedene Einstellungsmöglichkeiten, wie die Reichweite einschränken, die Bewegungen von vorbei gehenden Hunden und Katzen ausschließen oder sie können ganz ausgeschalten werden, wenn man zu Hause ist. Denn allein der Umstand, dass sich jemand im Haus befindet, ist, statistisch gesehen, die beste Präventionsmaßnahme gegen einen Einbruch.

Der alte Ratschlag von den Eltern und Großeltern, beim Verlassen des Hauses 2-Mal abzuschließen, ist eine einfache Sicherheitsmaßnahme, die auch aktuell zu empfehlen ist und immer noch effektiv bleibt. Und das seit Generationen.

Alarmglas im Haus anzubringen ist hingegen eine sehr galante Lösung, die aber sehr teuer in der Umsetzung ist und mit alternativen Sicherungsmöglichkeiten, die genauso effektiv sind bei niedrigeren Kosten, nicht mithalten kann.

Sicherung der Gartenlaube

Möbeltresor
Möbeltresor

Das Thema der Sicherheit in der Gartenlaube ist für viele von großem Interesse. Leider lässt sich diesbezüglich nicht allzu viel machen, denn beim Einbruch in eine Gartenlaube verfügen die Einbrecher für gewöhnlich über eingeschränkte Zeit. Die besten Präventionsmaßnahmen in dem Fall sind auch die einfachsten und zwar keine Wertsachen in der Gartenlaube zu hinterlassen bzw. sie dort aufzubewahren sowie Fenster und Türen mit Rollladen zu versehen, die mit einem Aufhebelschutz ausgerüstet sind.

Wenn jedoch die Notwendigkeit besteht, Wertsachen in der Gartenlaube zu deponieren, empfiehlt sich vor allen Dingen, einen Tresor einzubauen. In dem Falle ist der Einbau eines Tresors das Richtige sowohl für Mieter als auch für Hausbesitzer und kann für einen Preis ab 150 Euro in der Gartenlaube installiert werden. Sie können sich für einen Wandtresor entscheiden, der in die Wand eingebaut wird und somit nicht sichtbar ist, für Möbeltresore, wie im Hotel üblich, oder für freistehende Tresore, die für Sachen mit größerem Volumen die richtige Alternative sind.

Als Schlussempfehlung möchten wir gerne auf die Seite www.k-einbruch.de verweisen, eine Initiative der Polizei und der Wirtschaft in Verbindung mit dem Tag des Einbruchschutzes am 27. Oktober 2013, auf der man sich bestens zum Thema „Einbruchschutz“ informieren kann. Auch auf der Homepage der Polizei Sachsen findet man zahlreiche Tipps und Empfehlungen, um sein Zuhause gegen Diebstahl und Einbruch auszurüsten. Auch ein Besuch des Sicherheitstechnikpartners vor Ort ist in diesem Zusammenhang wärmstens zu empfehlen.