Der Schließzylinder besteht meist aus einem Gehäuse und den mit einem Schlüssel zu betätigenden drehbaren Zylinderkern. Es gibt verschiedene Bauformen wie Profilzylinder,Rundzylinder oder Ovalzylinder.
Beim Schließzylinder unterscheiden wir hauptsächlich zwischen Doppelzylinder, Halbzylinder (nur von einer Seite schließbar) sowie Knaufzylinder,auf dessen einer Seite ein festmontierter,drehbarer Knauf angebracht wurde. In der DIN 18252 „Profilzylinder für Türschlösser“ werden die Schließzylinder standardisiert.
Im Schließzylinder selber werden die am Schlüssel vorhandenen mechanischen Codierungen in Form von Einschnitten und /oder Bohrmulden sowie das Profil abgetastet. Stimmen die Parameter der Profilierung des Schließzylinders mit dem des Profils sowie der Einschnitte des Schlüssel überein, können diese dann in den Schließzylinder eingeführt werden und durch die Drehung des Zylinderkernes erfolgt der Schließvorgang.
Der Schließzylinder wird in entsprechenden Schlössern mit einer Stulpschraube fixiert. Schließzylinder sollen gegen Abbrechen,Aufbohren oder Herausziehen geschützt sein. In hohem Maße Widerstand bieten deshalb Schließzylinder mit Aufbohrschutz und Ziehschutz.
Gegen unberechtigte Öffnungsversuche von Schließzylindern durch Sperrwerkzeuge werden von Seiten der Hersteller verschiedene technische Vorkehrungen wie z.B. Hantelstifte, parzentrische Schlüsselprofile und zusätzliche Sperrelemente entgegengesetzt.
Sonderausführungen bei Schließzylinder sind unter anderem die sogenannte "Not-und Gefahrenfunktion“ , wo auch bei innen steckendem Schlüssel die Schließfunktion möglich ist.